GeologieSchalenbau der ErdeDie ozeanische KrusteDie ozeanische Kruste beginnt jenseits der sogenannten Schelfregion, die den überfluteten Kontinentalrand darstellt. Sie besitzt eine völlig andere Zusammensetzung und Struktur als die kontinentale Kruste. Ihre Dicke bis zur Moho-Diskontinuität ist mit durchschnittlich 6 km wesentlich geringer und variiert weniger. Unter einer meistens weniger als 500 m mächtigen Decke ozeanischer Tiefseesedimente befindet sich eine zusammenhängende Gesteinsfolge. Die Mächtigkeiten innerhalb dieser Folge ergeben sich aus seismischen Daten. Tektonisch eingeschuppt sind kleinere Körper von Serpentinit, die als hydratisierte Peridotitfragmente des Oberen Mantels angesehen werden. Die Ozeanische Kruste ist gegenüber der kontinentalen Kruste relativ jung. Sie bildet sich aus magmatischen Aufschmelz- und Differentiationsprodukten des Oberen Mantels, die in den mittelozeanischen Rücken bzw. Schwellenzonen als basaltische Laven austreten, fortlaufend neu. Auf der Schwellenzone fehlen die Tiefseesedimente. Die unter Wasser erstarrten Basaltlaven zeigen meist kissenartige Erstarrungsformen, als Kissen- bzw. Pillowlava bezeichnet. Diese Basalte gehören nach ihrem Chemismus zu den ozeanischen Tholeiiten. Unter den Pillowlaven befinden sich gangförmige Intrusionen, als Sheeted dike complex bezeichnet, darunter Gabbro und schichtförmige peridotitische Kumulate. Der untere Teil dieser Folge ist niedriggradig metamorph. Das ozeanische Gratsystem, ein 40.000-Kilometer-Netzwerk, generiert neue ozeanische Kruste mit etwa 17 km3 pro Jahr und überzieht dabei den Meeresboden mit Basalt. Die feste, äußerste Schicht der Erde, die Kruste und der oberste Teil des Oberen Mantels wird als Lithosphäre bezeichnet. Die ozeanische Kruste mit typischer Ophiolithfolge: ![]() | |||||||
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