GeologieSchalenbau der ErdeDer untere ErdmantelDer Untere Erdmantel besitzt wahrscheinlich wie der Obere Mantel ein Pyrolitchemismus, der sich höchstens unwesentlich davon unterscheidet. Die gemäßigte Zunahme der Wellengeschwindigkeit und der Dichte zwischen 900 und 2.900 km Tiefe läßt sich weitgehend aus einer normalen Verdichtung von homogenen Material innerhalb des Schwerefelds der Erde erklären. Neuere Untersuchungsergebnisse haben höchstens schwache geophysikalische Anzeichen für Phasenumwandlungen oder stoffliche Inhomogenitäten erbracht. Das unterscheidet die mächtige Zone des Unteren Mantels deutlich von der Übergangszone. Im Hinblick auf die Mineralphasen bestehen unterschiedliche Meinungen. Vielfach wird die Vorstellung vertreten, daß der Untere Mantel aus einem Gemenge von Oxiden wie MgO, FeO, SiO2 (Stishovit) und AlO3 (Korund) besteht. Dabei soll MgO zugunsten von FeO nach der Tiefe hin etwas zurücktreten. Eine andere verbreitete Vorstellung geht davon aus, daß binäre Verbindungen der Übergangszone ihre immer größere Dichte durch immer höhere Koordinationszahlen im Kristallgitter erlangen. Die Wiechert-Gutenberg-Diskontinuität grenzt den Unteren Erdmantel nach unten zum Erdkern hin ab. | |||||||
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