Geologie

Gesteinsklassifikation

Sedimentite

Klastische Sedimente und Sedimentgesteine

Einteilung der Pelite

Als Pelit werden klastischen Sedimente (d.h. Trümmersedimente) bzw. Sedimentgesteine mit einer Korngröße von < 0,02 mm bezeichnet (siehe: Klassifikation der Sedimente nach Korngrösse).

Bei den Peliten (Tonen) handelt es sich um die Absätze der feinsten Partikel aus den Gewässern. Neben Verwitterungsresten sind es vorwiegend Verwitterungsneubildungen. Dazu kommen fallweise mehr oder weniger zersetzte organische Substanzen bzw. Reste von Kalk- oder Kieselgerüsten von Organismen und Neubildungen im Sediment wie z.B. Pyrit oder Markasit.
Für die genauere Klassifikation der pelitischen Sedimente ist unter allen Umständen eine Mengenabschätzung der vorhandenen Minerale nach röntgenographischen Methoden notwendig. Dabei ist die Kenntnis der anwesenden Tonminerale am wichtigsten. Mit ihnen kan man z.B. kaolinitische von illitischen und montmorillonitischen Tonen unterscheiden. Zudem sind Angaben über einen eventuellen Feldspatgehalt oder andere anwesende Mineralgemengteile zu machen.
Staubsedimente entstehen dort, wo lockeres, feinkörniges Material dem Wind ausgesetzt ist, so ganz besonders in Wüstengebieten, freiliegenden glazialen Ablagerungen, Überflutungsräumen der großen Ströme etc.. Aus solchen Gebieten der Erdoberfläche wird feinkörniges Material von immer wieder auftretenden Stürmen ausgeblasen und oft Tausende von Kilometern weit verfrachtet. Bekannt sind insbesondere die Staubstürme der Sahara, die Staubfälle im Mittelmeerraum und an anderen Orten verursachen. Die Mineralzusammensetzung der Stäube hängt vom jeweiligen Herkunftsgebiet ab.
Löß ist das wichtigste fossile Staubsediment. Dieses äolische Sediment ist ungeschichtet, nur schwach verfestigt und porös. Die Mineralgemengteile sind gut sortiert. Merkmale ist eine typische Korngrößenverteilung unabhängig vom geographischen Auftreten. In seinem Mineralbestand herrschen Quarz und Feldspäte vor; daneben beteiligen sich Calcit, Glimmer und Tonminerale an seiner Zusammensetzung. Durch einen geringen Gehalt an Eisenoxidhydrat ist Löß gelblich gefärbt. Löß besitzt auf der nördlichen Halbkugel eine relativ große Verbreitung, so z.B. in Mitteleuropa und am Hwangho in China.
Als Schlamm werden nach FÜCHTBAUER Mischungen Von Wasser mit Ton- oder Siltmaterial bezeichnet, die nach Wasser- oder Windtransport subaquatisch abgelagert wurden. Daneben gibt es aber auch nichtklastische, biogene Schlämme (Radiolarien-, Diatomeen- und Globigerinenschlamm).
Der weitaus größte Teil des in den Meeren sedimentierten Schlamms wird durch die Flüsse aus den Kontinenten als Schwebgutfracht zugeführt. Nach Ablagerung des terrigenen Schwebstoffmaterials in den marinen und limnischen Sedimentationsräumen bestehen die Schlämme im wesentlichen aus folgenden Mineralgruppen: silikatischen Tonmineralen, Quarz, Feldspäten, Karbonaten und organischen Substanzen. Diese terrigenen silikatischen Schlämme finden sich vor allem innerhalb der Schelfgebiete und an den Kontinentalabhängen bis zu einer Meerestiefe von 2 km. Sie bedecken etwa 1/5 des Meeresbodens. Sie gehen in vielen Meeresteilen in den Roten Tiefseeton über. Der größte Teil des Meeresboden besteht aus biogenen Schlämmen, wobei Globigerinenschlamm weitaus vorherrscht.
Beispiele rezenter Silt- und Schlammablagerungen sind die Wattensedimente der Nordsee, die festlandsnahen (hemipelagischen) Grün- und Blauschlicke und der (pelagische) Rote Ton in den Ozeanbecken der Tiefsee. Die rotbraune Farbe des Roten Tiefseetons wird durch Eisen- und Manganoxide hervorgerufen, die nur unter oxidierenden Bedingungen beständig sind.


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