Geologie

Gesteinsklassifikation

Sedimentite

Klastische Sedimente und Sedimentgesteine

Einteilung der Psammite

Als Psammit werden klastischen Sedimente (d.h. Trümmersedimente) bzw. Sedimentgesteine mit einer Korngröße von 2 - 0,02 mm bezeichnet (siehe: Klassifikation der Sedimente nach Korngrösse).

Quarz ist das weitaus verbreitetste Mineral der Psammite. Viele Sande bestehen fast nur aus Quarz; daneben sind beachtliche Mengen von Feldspat und Hellglimmer beteiligt. Andere Gemengteile sind untergeordnet und häufig nur mikroskopisch oder nach Anreicherung feststellbar. Bei diesen Gemengteilen handelt es sich meist um Schwerminerale (siehe: Schwerminerale in Psammiten), die bei Anreicherung Seifen bilden.
Die Gliederung der Psammite mit den Korngrößen zwischen 2 und 0,02 mm wird bei Sanden nach der Kornart (Kornzusammensetzung) und bei den Sandsteinen nach der Kornart und dem Bindemittel vorgenommen. Die Größe der einzelnen Sandkörner kann gelegentlich 2 mm übersteigen, denn es lassen sich keine scharfen Grenzen zwischen den Psammiten und den Psephiten ziehen. Psammite bestehen meistens aus umgelagerten Verwitterungsresten.
Quarzsande und Quarzsandsteine sind die häufigsten Psammite. Quarzsandsteine haben kieseliges bis toniges oder karbonatisches Bindemittel. Kiselsandsteine sind Sandsteine mit einem außerordentlich feinkörnigen Bindemittel aus Quarz. Sie werden oft als Quarzite bezeichnet. Sandsteine mit viel Calcit als Bindemittel nennt man Kalksandsteine. Hier gibt es alle Übergänge zur Gruppe der Kalksteine, teilweise auch mit Fossilienresten. Sandsteine mit überwiegend tonigen Bindemittel, die sehr verwitterungsanfällig sind, bilden Übergänge zu Ton bzw. Tonsteine. Sandsteine gehören zu den wichtigsten Bausteinen. Ihre bautechnischen Eigenschaften und ihre Resistenz gegenüber Umweltschäden hängt maßgeblich vom Bindemittel ab.
Arkosen sind Sandsteine mit einem größeren Gehalt an Feldspäten. Durch die zusätzliche Anwesenheit von Glimmer können Arkosen mitunter einem Granit oder Gneis äußerlich recht ähnlich werden, in dem Maß, daß gelegentlich das Mikroskop zur Unterscheidung herangezogen werden muß. Allerdings ist der Feldspat der Arkosen oft stark kaolinisiert oder in Hellglimmer umgewandelt. Arkosen sind meistens aus nur wenig weit transportiertem Verwitterungsgrus von Granit gebildet worden. Das bekannteste Vorkommen von Arkose ist sicherlich der Uluru (Ayers Rock) in Australien.
Unter dem sammelnamen Grauwacke faßt man graue bis graugrüne klastische Sedimentgesteine aus Quarz, Gesteinsresten (Gesteinsdetritus), etwas Feldspat (vorwiegend Plagioklas) zusammen, die auch Chlorit, Hydroglimmer und etwas Karbonat- und Tonsubstanzen enthalten, auch als Bindemittel. Chemisch unterscheiden sich Grauwacken häufig durch ein Verhältnis K2O < Na2O gegenüber den übrigen Sandsteinen mit einem Kalium zu Natrium Verhältnis von K2O > Na2O.


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