Geologie

Gesteinsklassifikation

Sedimentite

Klastische Sedimente und Sedimentgesteine

Schwerminerale in den Psammiten / Seifen

Wegen ihrer größeren Dichte gegenüber den Hauptgemengteilen mit 2,9 g/cm3 werden die akzessorischen Gemengteile der Psammite auch als Schwerminerale bezeichnet. Sie können als Hinweis auf Ausgangsgestein bzw. Einzugsgebiet oder zur stratigraphischen Korrelation in fossilleeren Gesteinsserien herangezogen werden, besonders auch zur Parallelisierung von Bohrprofilen etwa bei der Erdölexploration.
Es handelt sich bei den Schwermineralen meistens um widerstandsfähige Verwitterungsreste. sie haben alle Verwitterungsprozesse überstanden und wie Quarz oft Eigenschaften aus ihrem Primärgestein bewahrt. Nicht selten weisen sie einen diagenetischen Anwachssaum auf. Zu den wichtigsten Schwermineralen gehören:
Tourmalin, Zirkon, Rutil, Apatit, Granat, Staurolith, Disthen, Epidot, Amphibol, Pyroxen und Olivin.
Die mechanische Kraft des fließenden Wassers oder heftiger Wellen- und Gezeitenbewegung am Meeresrand führen neben Zerkleinerungsprozessen und einer Klassierung des aufbereiteten Materials neben Korngröße gleichzeitig zu einer Sortierung und Anreicherung von Schwermineralen. Dabei kann es zur abbauwürdigen Anreicherung von Nutzbaren Schwermineralen, zur Bildung einer Lagerstätte kommen. Eine derartige Mineralanreicherung bezeichnet man als Seife (engl. placer).
Minerale, die sich in Seifen anreichern, besitzen außer ihrer höheren Dichte eine besondere chemische Resistenz, relativ große Härte, und häufig fehlt ihnen eine ausgeprägte Spaltbarkeit.
Aus lagerstättenkundlicher Sicht unterscheidet man Schwermineralseifen, Edelsteinseifen und andere, nach ihrer Entstehung fluviatile, marine (litorale) und äolische Seifen.
In den Schwermineralseifen sind u.a. angereichert: Gold (Dichte: 16 - 19 g/cm3, je nach Ag-Gehalt), Platinmetalle (Dichte: 17 - 19 g/cm3), Zinnstein (Kassiterit; Dichte: 6,8 - 7,1 g/cm3). Ilmenit (Dichte: 4,5 - 5,0 g/cm3) und Magneit (Dichte: 5,1 g/cm3) finden sich besonders als Strandseifen (litorale Seifen). In allen Seifen ist wegen seiner großen Verbreitung und mechanischen wie chemischen Resistenz Quarz stark angereichert, ungeachtet seiner relativ geringen Dichte von 2,65 g/cm3.


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