Geologie

Gesteinsklassifikation

Sedimentite


Es wird unterschieden zwischen klastischen Sedimenten bzw. Sedimentgesteinen, die durch mechanische Anhäufung von Fragmenten und Einzelkörnern entstanden sind, und chemischen (sowie biochemischen) Sedimenten bzw. Sedimentgesteinen, die aus anorganischen (oder organischen) Lösungen ausgefällt wurden. Dabei enthalten klastische Sedimente meistens auch chemisch gefällte Substanzen und die chemischen Sedimente ihrerseits ebenso etwas klastisches Material.
Die klastischen Sedimente (d.h. Trümmersedimente) bzw. Sedimentgesteine werden nach ihrer Korngröße gegliedert in:
Psephite Ø > 2 mm
Psammite Ø 2 - 0,02 mm
Pelite Ø < 0,02 mm
In Abb. 1 ist die im deutschen Sprachraum übliche weitere Untergliederung und Benennung für den technischen Gebrauch eingetragen. International verbreitet ist die Skala nach WENTWORTH.

Klassifikation der Sedimente
Abb. 1 - Klassifikation der Sedimente nach Korngrösse (in mm bzw. PhiGrad)

Es schließen ein:
Psephite:
Rundschotter - verfestigt als Konglomerate
Schutt - verfestigt als Breccien
Psammite:
Sand - verfestigt als Sandsteine und Arkosen
Grauwacken
Pelite:
Tone und Mergel - verfestigt als schiefrige Tonsteine, mergelige Tonsteine
Die chemischen Sedimente werden im wesentlichen nach ihrem Chemismus bzw. Stoffbestand unterteilt. Hier bestehen teilweise Überschneidungen mit biochemischen und organogenen Sedimenten, so bei den Kalksteinen, mentären Eisenerzen und Phosphatgesteinen, etwas weniger bei Kieselschiefern, sedimentären Kieslagern. Ausschließlich reine chemische Sedimente stellen die Evaporite (z.B. Salzgesteine) dar. Bei den Kohlengesteinen und Ölschiefern bestehen Beziehungen zu den klastischen Sedimenten.

Das Gefüge der Sedimente und Sedimentgesteine


Das am meisten hervortretende Gefügemerkmal der Sedimente und Sedimentgesteine ist die Schichtung, deshalb auch der Name Schichtgesteine. Es handelt sich um eine vertikale Gliederung im Sediment, die durch Materialwechsel verursacht wird. Die Schichtung ist das Ergebnis von Schwankungen in der Materialzufuhr, die z.B. jahreszeitlich bedingt sein kann, wie beim glazialen Bänderton. Bei den chemischen Sedimenten kommt Bänderung durch rhythmische Fällung zustande. Ungeschichte sind allerdings organische Riffkalke, glaziale Schotter, häufig Breccien oder Konglomerate, mitunter massige Sandsteine.
Bei psammitischen Sedimenten kann es sowohl durch Wasser- als auch durch Windeinwirkung zu einer welligen Ausbildung der Sedimentoberfläche kommen. Die Strömungsrippeln sind einseitig, die sogenannten Oszillationsrippeln durch das Vor und Zurück der Wellenbewegung symmetrisch angelegt. Bei wechselnder Strömungsrichtung zeigt das Sediment im Querschnitt Kreuzschichtung, die auch häufig bei Strömungswechsel im Flußdelta beobachtet wird.


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