MineralogieEigenschaften der MineraleTenazität (Zähigkeit)Unter Tenazität oder Zähigkeit der Minerale wird die Sprödigkeit, Dehnbarkeit und Elastizität der Minerale zusammengefaßt. Die Bestimmung der physikalischen Größe dieser drei Eigenschaften läßt sich von Laien nicht einfach durchführen und ist etwas für Spezialisten. Die Angaben zur Tenazität sind daher keine absoluten Größenangaben sondern vielmehr eine Eigenschaftenbeschreibung. Sie sagen etwas darüber aus wie sich ein Mineral beim Biegen und Ritzen verhält. Die gebräuchlichsten Einteilung ist: • spröde Bei spröden Mineralen springen Partikel ab, wenn mit einem harten Gegenstand geritzt werden. Die breite Masse der Minerale ist spröde. • milde Bei milden Mineralen bleiben die Partikel am Rand der Ritzspur liegen. z.B.: Zinnober • elastisch biegsam Elastisch biegsame Minerale können verbogen werden und kehren nach dem Verbiegen in ihre Ausgangsform zurück. z.B.: Glimmer • unelastisch biegsam Unelastisch biegsame Minerale können verbogen werden und behalten nach dem Verbiegen ihre neue Form bei. z.B.: Gips • geschmeidig (duktil) Geschmeidige Minerale können zu Plättchen gehämmert oder zu Draht gezogen werden. z.B.: gediegenes Gold • schneidbar (sektil) Schneidbare Minerale können mit einem Messer geschnitten werden, ohne dass es zu einer Staubentwicklung kommt. z.B.: gediegenes Wismut (spröde aber schneidbar) Minerale können auch mehrer dieser Eigenschaften haben, z.B. gediegenes Wismut ist sowohl spröde als auch schneidbar. Auch sind fließende Übergänge möglich etwa zwischen spröde und milde. Zudem kann die Ausbildung des Minerals Einfluss auf diese Eigenschaft haben. | |||||||
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