MineralogieDie wichtigsten MineraleOlivineOlivine (Mg, Fe)2[SiO4] sind Mischkristalle zwischen dem Magnesium-Endglied Forsterit Mg2[SiO4] und dem Eisen-Endglied Fayalit Fe2[SiO2], wobei in normalen Gesteinen der Forsterit-Anteil weit überwiegt. Fayalit gibt es nur in exotischen Gesteinen und Hochofenschlacken. Die Kristalle kristallisieren orthorombisch mit oft typischen, idiomorphen Kristallquerschnitten, sind glas- bis fettglänzend, schlecht spaltend mit muscheligem Bruch und von gelblicher bis flaschengrüner oder oliver Farbe. Ihre Dichte übersteigt mit etwa 3,6 g/cm3 die der Feldspäte (2,6 - 2,7) bei weitem. Als magmatische Frühausscheidungen basischer Gesteine (Olivin kann nie stabil zusammen mit Quarz vorkommen, da er mit diesem zu Enstatit Mg2[Si2O6] reagieren würde) kann er absaigern und am Boden der Magmenkammer sogenannte Kumulate bilden. Olivingesteine werden als Peridotite oder Dunite bezeichnet und haben meist ein körniges Gefüge. Unter erhöhten Temperaturen bildet sich aus Olivin unter Wasserzufuhr Serpentin in Form des faserigen Chrysotils oder des blättrigen Antigorits. Auf diese Weise entstehen riesige Serpentinit-Gesteinskomplexe. Reichert sich dabei der Nickelgehalt, der in vielen Olivinen vorhanden ist, an, können sich nutzbare Nickel-Lagerstätten bilden. | |||||||
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