Historische Geologie

Paläogeographie

Mittleres Ordovizium vor 458 Mio. Jahren


Paläoweltkarte: Mittleres Ordovizium vor 458 Mio. Jahren
Quelle: scotese.com


Nach heute vorliegenden paläomagnetischen Daten bildeten die heutigen Südkontinente auch im Ordovizium einen geschlossenen Gondwanablock. Ihm standen weiterhin mehr oder weniger isoliert die Kontinentalkerne Nordamerikas, Europas und Mittel- und Ostasien gegenüber. Zwischen Nordamerika und Europa kann sich der altpaläozoische Uratlantik (Iapetus) verengt haben. Von Gondwana abgelöste Teilschollen Zentral- und Westeuropas (Armorika) können sich im Verlaufe des Ordoviziums der Osteuropäischen Plattform bereits genähert oder angegliedert haben.
Im frühen Ordovizium sanken weite Teile des nordamerikanischen Kontinents und der Osteuropäischen Plattform sowie auch die Ränder des Gondwanablocks unter den Meeresspiegel. Nach wiederholten Regressionen und Transgressionen erreichte das Weltmeer im Caradoc seine größte Ausdehnung.
Die takonische Faltung und eventuell eine weltweite Vereisung an der Wende zum Silur führen zu weitflächigem Meeresrückzug.
In den geosynklinalen Trögen setzt im Ordovizium lebhafte Krustenbewegungen ein. Sie bewirkten, wie die Mannigfaltigkeit der Gesteinsfazies zeigt, eine stärkere morphologische Gliederung der Senkungszonen und die Bildung vulkanischer Inselbögen. Dem Vulkanismus folgten später granitische Intrusionen.

Mittleres Silur vor 425 Mio. Jahren   Iapetus im Ordovizium   Spätes Kambrium vor 514 Mio. Jahren

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