Historische Geologie

Paläogeographie

Spätes Karbon vor 306 Mio. Jahren


Paläoweltkarte: Spätes Karbon vor 306 Mio. Jahren
Quelle: scotese.com


Im Verlauf des Karbons rückten die Festlandsmassen Laurussias, Sibiriens und Gondwanas so nahe aneinander, daß ein globaler Großkontinent, die Pangäa, entstand. Entlang den sich schließenden Subduktionszonen führte die Annäherung und Kollision der Kontinentalplatten zur variszischen Orogenese. Aus den gefalteten Geosynklinalen stiegen langgestreckte Gebirge auf, die das Meer in nach außen wandernde Vorsenken zurückdrängten.
Gleichzeitig entwickelte sich ein ausgedehnter Plutonismus (Diorite, Granodiorite, Granite), dem sich vulkanische Förderungen (Andesite, Rhyolithe) anschlossen. In Europa erreicht die variszische Orogenese ihren Höhepunkt am Ende des Unterkarbons.
Zwischen Eurasien und Gondwana blieb die Paläotethys, ein nach Osten geöffnetes ozeanisches Becken, bestehen. An ihrem keilförmigen Westende ging sie vermutlich in ein epikontinentales Flachmeer über.
Bereits im Oberkarbon sanken Teile der variszischen Faltungszone am Rand der Tethys erneut unter den Meeresspiegel.

Spätes Perm vor 255 Mio. JahrenFrühes Karbon vor 356 Mio. Jahren

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